Spalapfi 2005

Spalapfi 2005

           

d‘ mainige (36 Jungi, 11 Leiter) sinn no unterwäggs…

Nit vergässe am Donnschtig em 19.05 am halber 8i startet denn s’Spalapfi-Musical wo mir iistudiert hänn, s’goht ungefohr 20 Minute und wird unter de Arkade vom Gottfried Käller Schuelhuus uffgfiehrt. Alli Eltere und alli Spalemer sin härzlig yyglade, däre Uffiehrig byzwohne – die Junge hätte ämel e riesigi Freud drah, wenns vieli Zueschauer gäbti….

Usziig uss em Logbuech

Es isch Pfingschtsamschtig morge, 08.27 zeigt die ney-renovierti Bahnhofsuhr a, wo ich im Pirate-Outfit über dr super-übersichtligi Bahnhofsplatz schländere. Uss jedem Egge hörsch Pfadi-Kampfgebrüll und ehrligg gseit fühl ich mi bi däne vyyle glubschenden Auge scho e bitz Fähl am Platz. Die Idylle findet aber scho gly si Änd, nämmlig won ich bim Kiosk näbem Stääg 1 mi Captain und die andere Crew-Member derf begriesse. D Freud über s dritte Usslaufe vom Spalapfi-Schiff isch allne digg ins Gsicht gschrieben und es kunnt scho langsam verdächtigi Piratestimmig uff.

Mir sueche dr richtig Stääg und styygen in e blaue Colibri y, so sait me schyns däm Bummelzug won uns zu unserem Anggerplatz in St. Ursanne bringt. Uff em Wäg dert ahne überleggt sich d Besatzig ihre Schlachtruef: „Piraten uss Basel sinn mir jo, mir singe und sinn fröhlich“. Und so freue mir uns uffs Pfingschtlager und leen die langwyyligi Zugfahrt an uns vorby goh.

Scho daucht am Horizont dr Lyychtdurm vo St. Ursanne uff (für alli wo dä Spruch jetzt saublöd finde; es hett wirgligg en ächte Lyychtdurm uff em Hiigel derte! Dr Stüürzahler macht wiederemol d Fuscht im Sagg!). Kuum uss em Zug ussgschtiege, mues s Kader s schlächte Wätter zur Kenntnis näh. Hoche Wällegang und en unfrindlig kalten Atlantik-Windstoss losst unsere Tross nur in gmächlichem Tempo zum Schiff ins Tal aberuedere. Dört ändlig akoh gitts numme no eins: An Bord in Schärme und go d Koje yrichte. Es schmeggt super guet nach warmer Suppe, schliesslig isch unseri Kombüse-Mannschaft au scho länger am afüüre gsi, damit sich die hungrige Pirate no gniegend könne stärgge. Miesst me doch nur nit no d Koje uff Vordermaa bringe. Aber bald isches denne sowyt und s erschte Ässe schmeggt au dämentsprächend super. Dass kurz vorhär no zwai Kader-Pirate in dr einzig Coop in St. Ursanne gstüchlet sinn und alli Wienerli vom ganze hintere Jura mitgnoh hänn interessiert au niemerts me so richtig, denn mit em letschte Löffel Suppe foht die offizielli Begriessig vo unserem erschte Offizier, dr Carmen aa. Klar und dytligg isch d Befählsussgoob…. was isch das gsi……. mir machen e Casting? Bin ich do im Spalapfi oder im „Spale sucht den Superstar“??? „Kumm ins Spalapfi“ hänn si gseit, „do wird’s luschtig“ hänn si gseit… Jetzt kumm mr nur no vor wie die glai Ussgoob vom Dieter Bohlen. Aber was hett dä mit Pirate z due?

Ah jo, jetzt fallts mr wieder y. Mir hänn jo uff däre zweiehalbtägige Iberfahrt e Musical welle ystudiere Wie und ob das genau wird funktioniere isch au uns no e Buech mit siebe Siegel. D Pirate singe was s Zyyg hebbt und sogar s ainten oder andere Kadermitglied muess feschtschtelle, dass es scho lang nümm sini Schtimm zwische de Oggtavene bewegt hett. Aber nachdäm me d Pöschte s erscht Moll gwäggslet hett, falle au die letschte Hemmige und mr stüüre direttissima richtig Nachtässe zue. D Usswärtig fallt is denne nit so schwär wie erwartet, do alli Hauptrolle uff Aahieb mit de richtige Persone kenne bsetzt wärde. S Grüscht stoht, jetzt gohts ans ystudiere. Aber zerscht gniesse mr emol dr erschti Oobe an Bord. Gwüssi Lüt wärde sogar während eme kurze Landgang vo Ross agfalle und seggle denn eso im Wald ab, dass me sy mit eme Suechtrupp vo öbbe zwanzig Nase muess go sueche (bi Dunggelhait verstoht sich!). Aber bald mien alli ygseh, dass unsere Captain im Verarsche vo junge Pirate dr allergröscht isch. E Scherz isches gsi, ich sälber ha mi au an däm Mannöver derfe beteilige. E Highlight! Au wenn is d Mannschaft fascht durchschaut hätt…….. S Ziel vo dr Iebig, nämmlig dass alli nochhär gnueg mied für d Hängematte sinn, hämmer meh als erreicht. Und dorum hämmer in allem Friide dr Hafe verloh und hänn is e bitzeli ufs Ohr ghaue.

Die erschte Seemänner sinn am Sunndig scho frieh uff de Bei. Sofort uff d Lego-Kischtene gschtürzt und sich dodrmit d Zyt bis zur Morgeglogge vertriebe. So könne die ältere Semeschter no e bitz lenger schlööfele. Wo denn dr Megge ändlig doch Daagwach gruefe hett, han ich kuum zu den Augen ussgseh und dorum erscht nach zweiminütigem Joole vo de Matrose feschtgschtellt, dass ich in den Unterschlüch in dr Offiziersmäss stand… isch jo glych. Uff jede Fall ziehn mr mit verainte Greft nach em Morgenässe dr Angger wieder uffe und unseri Reis goht in horrändem Tämpo wyter. Schliesslig mien mir hüt unser jetzt mit de Kinschtler bsetzts Musical yschtudiere. Bim Schwärtkampf göhn denn sofort die erschte Schwärter, spöter au en improvisierte Bäsestiel in d Brüch und unser Kampfgschwader hett miesse mit de Kochlöffel uss dr Kombüse wyterfächte…… optimali Vorusssetzige! So langsam fliege au no die allerallerletschte Hemmige, vo Inschtruggtore und vo Kinder, lut z singe und das ganze kunnt emene Piratemusical immer nöcher. D Hauptproob vor em Nachtässe fallt zwar e bitzeli chaotisch uss, duet aber alli Erwartigen um Längene iberdräffe und so schmegge d Glepfer vom Grill, mit Grillscheff Hämpfeli, no vyl besser als sowieso scho. Ständig Fisch und Rum ka eme richtige Pirat au mol zum Hals uss hängge. Und dr absoluti Hammer sinn d Schlangebrot wo mr drzue uff em Grill löhn lo gnuschprig wärde. E glunges BBQ an Bord vo unserem Meeresdampfer, eifach perfäggt! Au s Wätter duet an däm Sunntig super mitspiele, jä dr lieb Gott isch halt e Pirat und e Fasnächtler gsi! Kurz nach em ässe goht denn schnäll s Grücht umme, es würd jetzt wieder eine im Wald verschwinde und me miess en go sueche. Aber dä Scherz isch längschtens duure. Viel besser: Mir bauen uss Styropor glaini Sägelschiffli und dien uff däne denne e Rechaud-Kerzli aaglääbe. Aschliessend e glaine Spaziergang durch die örtliche Kuehflääde…. oho, und denne duet sy unsere Captain höggschtperseelig „zu Wasser“ loh (an däre Stell syg emol entschuldigt dass ich im Schrybstil immer zwüsche Seemannsluft und Juraidylle mues wäggsle, ich hoff dr kemmet no druss!). Uff dr Brugg e Stigg wyter unde warte mr denne gschpannt druff dass die Kerzereihe langsam uff uns zueschwimmt . E super super super schöne Momänt und ich glaub, jede hett Pipelihutt, au wenn das Pirate nie wurde zuegäh! Genau richtig und passend zu unserem letschte Lageroobe. Nur….. ans heigoh dänggt logischerwys no lang keine! Und so isch d Nacht denne au nit unbedingt zum schlofe do. (gwüssi hetts aber glych no mit de Jasskarte in de Händ ins „Land der Träume“ gnoh….. e luschtig Bild für dr erscht wo am Morge muess go saiche!)

Wär isch das ächt gsi? Ich glaub dr erscht Offizier, d Carmen, hett dä Abligg als erschti dörfe gniesse. In dr Koje vo de Crew-Männer wärde ämmel immer no Bäum gfellt und deilwyys wird au ganz lut phantasiert (sprich mr sinn no am penne!). Pünggtligg uffs Morgenässe luegen aber au am Leitertisch wieder alli in e Däller mit Zopf und Gomfi. Aber d Katerstimmig vom letschte Morgen isch denne scho langsam z spyre. Mir raffen is nomoll zämme und dien butzen und uffruume. Aschliessend mache mr denne no die allerletschti Hauptproob, alli sinn nomoll voll drbi und es kunnt no besser als am Voroobe uuse. Doch denn kömme mr zum Abschluss und das isch kei Zuggerschlägge. Es wärde Zahnbirschteli verdailt und dr Captain gitt dr Uffdraag s Deck z schrubbe. Schöne Saich (ganz eso hetts nit ussgseh, aber eins kann ich sage, dangg de Fächtleggtione hetts fascht keini intakte Bääse meh umme!). Jetzt isch d Stimmig für e Momänt schnäll futsch. Einigi Pirate sueche d Räägejagge (und mergge erscht nach em Verlade dass sy no im Ruggsagg isch; so ka me sich au e Fahrt zum Bahnhof mit em Auto erschlyyche…). Uff d Zugfahrt gang ich denn an däre Schtell nimm y, chaotisch und lut wie immer, wär kennts nit… Und scho bald erreiche mr lut singend dr Heimathafe Basel SBB. Und scho wieder die dumme Pfädeler mit ihrem Gschrei, aber mir halte mit de Piratelieder mittlerwyle drgeege. Mr sinn denne bim Abschluss im Dewette-Park au einiges luter als alli andere. Das isches gsi, s Spalapfi Ussgoob 2005. Blibt numme no em Megge und dr Carmen härzlig für d Organisation und allne Leiter für ihr Mitwirgge härzlig z dangge. Es isch en unvergässlig Ereignis gsi und ich persönlig freu mi scho uff d Ussgoob 2006.

Eyre Navigator

 

D‘ Pirate vo Basel (in wenige Wort)

 

S‘ Musical vom Spalapfi 2005

Dr Däni und dr Baschtian, zwai jungi Gnäggis wo im Rhyhafe schaffe, dräume vom Meer.

Si göhn no Rotterdam und hüüre uff emene Schiff aa – dass es e Pirateschiff isch, wüsse si no nit!

D‘ Pirate träffe uff e spanischs Schiff mit dr wunderschöne Esmeralda an Bord.

Es kunnt zur Seeschlacht – s spanische Schiff sinkt und d‘ Pirate entfiehre d‘ Esmeralda.

D‘ Esmeralda wird uff eren einsamen Insle gfange ghalte. Sy isch sehr druurig.

Dr Don Juan erfahrt vo däre Tragödie und isch usser sich vor Wuet und Verzwyflig.

Är sticht in See – findet – und rettet sini Liebschti.

S‘ Pirateschiff wird versänkt und numme der Baschi und der Däni überlääbe.

Sy hän jetzt gnueg vom wilde Piratelääbe und mache sich z’Fuess uff dr Wäg zrugg no Basel.

E Mega-Dank allne Mitwirkende – es isch eifach e super Darbietig gsi.

Und dr Giga-Dank em OK und em Leiterteam für dä – nit sälbstverständligi – Uffwand

vor, während und nach em Spalapfi 2005.

E Schiffsmuus wo het können an Pfingschte reläxe