Stamm Fasnacht 2011: Schweizer Jugend säuft!

Stamm Fasnacht 2011: Schweizer Jugend säuft!

           

Spale Stamm Fasnacht 2011: Schweizer Jugend säuftSpale 2011 – Schweizer Jugend säuft!

  • Vordraab: het 0.5 ‰
  • Reggwysyt: isch e Bieridee
  • Lampe: isch 82%
  • Pfyffer: hän 0.8 ‰
  • Majoor: het 0.8 ‰ Bluet im Alkohol
  • Dambuure: hän 1.5 ‰

Das Sujet 2011 – Schweizer Jugend säuft wird an der Idee aufgehängt, dass sich die Jugend früher bei „Schweizer Jugend forscht“ darin gemessen hat, wer die beste Erfindung lanciert. Heute kennt kaum noch jemand diesen Wettbewerb. Umso häufiger liest man aber Schlagzeilen, die sich um den Jugendalkoholismus drehen.

Das Thema Jugendalkoholismus spielen wir dergestalt aus, dass wir als typische Vertreter von Alkohollabeln den Cortège begehen. Unsere Wahl fiel dabei auf die Marken von Johnnie Walker (der elegante Johnnie samt Edelreiterkluft) und Coruba Rum (super schönes Logo mit einem schwarzen Zuckerrohrarbeiter). Das Spiel setzt sich einheitlich aus Johnnies zusammen und der Tambourmajor ist der Coruba-Schwarze. Diese beide Marken versinnbildlichen für uns das schöne Schein-Bild von Alkohol, das die Jugend lockt. Des Weiteren eignen sich die beiden Figuren ideal für eine schöne optische Umsetzung des Zuges.

Im Zeedel dreht sich alles um die Themen Massensaufen, Harrassenlauf, Komatrinken, Erwachsene als Vorbilder, „Schweizer Jugend forscht“.

Bilder vo dr Sufftour 2011

Zeedel 2011: Schweizer Jugend säuft!

An däre Stell merci unserem Zeedeldichter Werni Laubi fir dr 42. Spale Stamm-Zeedel! Chapeau!

Zerscht sin si alli Buscheli,
nuggisch glaini Wuscheli,
hän allewyyl uff s Dringge Gluscht
und gryffe schnäll zur Mueterbruscht,
speeter git en e Gaggoo Kraft
samt Syyrup und Orangesaft.
Ab 18 git s e Gleesli Wyy,
e Dail blybt s Lääbe lang derby,
will vo de Gschejte mänge dänggt:
ai Glas im Daag schad´t nyt und länggt.
Doch die Gschejtschte mergge s glyy:
s allerbescht isch s Niechtersyy.

Drum sin die junge Schwyzer z loobe,
wo an de Wuchenänd und Zoobe,
au wenn si s gar nit mache mien,
freywillig flyssig forsche dien
und mit däm Schaffen und em Lehre
d Intelligänz vom Volgg vermeere.
Die isch scho lengschtens nimm konform
mit der EU-Pisa-Norm.
Der IQ isch bedängglig ranzig,
äär liggt im Schnitt no gnabb bi zwanzig.
Denn wär kaa, ooni sich z blamiere,
no Inscheniöör rächt buechstabiere?
Au maine vyyl, s Wort Pi syg geil,
das syg vom Po gnau s Gägedail.
Dangg jugendlige Gaischtesgoobe
wird s Niveau byn is wiider ghoobe:
Uni, Fachhochschuele: Hoch le drapeau!
Mir saage zu de Junge: Chapeau! Doch laider git s der ander Huffe,
wo, anstatt z forschen, aafoot suffe.
Die hänn zwai Seelen in der Bruscht:
vyyl sirpflen und kai Arbetsluscht.
Iir Vorbild isch e gschupfte Schott,
wo Jonny Walker haisst und flott
mit Zylinder, Stiifel, Stäggli,
wysse Hoose, rotem Jäggli
vo aim Erfolg zum andere sträbbt,
will är, wie s haisst, vom Whisky lääbt.
Däm Rattefänger-Siech, däm myyse,
(still going strong isch sy Devise)
laufe d Kinder hindedryy,
will sii au wänn erfolgryych syy.
Noo der Schuel drifft sich der Clan
mit em Vorsatz Yes we can!
zum Ritual Faire la bouteille,
wo duet vo Pflicht und Scham befreie.
Me netzt sy Keele, fillt der Sagg
mit Château neuf du Tetrapagg,
druffabe Alkopop und Cherry,
zwai Fläsche Bier, drei Bloody Mary,
e Wodka und e grieni Fee:
und scho bisch kai Versager mee,
kai fuule Siech mit schlächte Noote,
kai Dräggsagg me mit schwarze Pfoote,
e zwaite Bond bisch, numme flotter,
no cooler als der Harry Potter.
Jetz filzt me noo der zwaite Fläsche
den alte Wyybli d Plaschtiktäsche.
E näggschti Runde macht aim Muet,
dass s Schuelhuus prächtig brenne duet.
Und noomoll d Fläsche noochefille:
jetz bisch parat fir d Oma z kille. Es sin nit numme d Walker-Typpe,
wo d Juged lehre Fläsche kyppe
und z suffe, bis die arme Sieche
statt uffrächt z goo, im Drägg mien krieche,
schwangge, pfluderen und kotze,
und wien en Eelgetz d Wält aaklotze.
Hänn si s nit gsee bi iirem Babbe,
wenn dä allbott ain goot go schnabbe,
oder wenn der Huusfrind amme
zoobe sirpflet mit der Mamme,
wenn Maa und Frau dien d Standkraft teschte
z Basel bim oktoberfeschte?
Sait nit au d Wirtschaft: Suffet rächt!
Mir verdiene draa nit schlächt?
Au wenn der Schnaps verbotten isch,
will d noon e Hemmliglunggi bisch,
no griegt en – dangg de satte Waade –
d Schwester ainewääg im Laade.
Loont sich s Suffe denn nit au
fir d IV und fir d AHV?
Profitiere d Bundesstyyre
nit massewyys, wenn d Schwyzer fyyre? Nai, mir wänn doo nit gege d Sinde
verloogeni Moral verkinde
und mit em Finger, wie vor Zytte,
uff die, wo jung und dumm sin, dytte.
Das macht e rächte Basler nit.
S ainzig, wo s in däm Fall git:
Mir suffe nit, wie friener d Stänzler!
Und sin mer au nit Abstinänzler:
mir halte Mass wie d Temperänzler,
wo, statt allbott der Bächer z schwängge,
niechter forsche, flyssig dängge.

Zeedelvideo vom Stamm und dr Alte Garde

Ihr händ unsere Applaus verdient – ihr wo hinter em Sujet und dr Umsetzig stecke

      • Sujetkommission: Megge, Hämpfeli, Dänny, Niggi.
      • Schneiderin: Ursi Brandenberger
      • Larve: Roman Peter
      • Zeedel: Werner Laubi

Spalenclique in der Basler Zeitung